
Die Nikolauslegende
Am 6. Dezember ist es wieder soweit, der Nikolaus geht wieder von Haus zu Haus. Viele Kinder putzen abends ihre Schuhe oder Stiefel, stellen sie vor die Tür und warten das Nikolaus ihnen was hineinlegt.
Es gibt viele Legenden um den Bischof Nikolaus; hier nun die 2 bekanntesten:
Nikolaus hilft in der Hungersnot
Der Heilige Nikolaus lebte vor vielen Jahren als Bischof in Myra. Er war sehr fromm und liebte Jesus, aber auch die Menschen die in Not waren. Er half diesen Menschen so gut er konnte und deshalb gibt es ganz viele Geschichten vom Nikolaus, man nennt sie auch Legenden.
Es wird erzählt, dass in der Stadt Myra große Not herrschte. Das Jahr über hatte es zuviel geregnet, so dass die ganze Ernte verdorben war. Die Bauern konnten kein Getreide ernten, die Müller kein Mehl mahlen und die Bäcker kein Brot backen. Die Geschäfte waren ganz leer. Die Kinder weinten vor Hunger. In Myra herrschte eine schwere Hungersnot. "Gott hat uns verlassen", sagten die Menschen. Doch der Bischof Nikolaus tröstete sie und betete mit ihnen. Er vertrautet auf Gott, der ihnen bestimmt helfen würde. Eines Tages legte ein großes Schiff im Hafen an, das hoch beladen war mit Korn. Von diesem Korn konnten alle satt werden. Die Menschen liefen zu dem Schiff und bettelten um das Korn. Sie wollten sogar sehr viel Geld dafür bezahlen. Doch die Seeleute waren nicht bereit ihnen etwas von dem Korn zu geben. Sie hatten Angst vor dem Eigentümer des Schiffes, der auf das Korn wartete und sie sicher bestrafen würde, wenn nicht mehr alles an Bord war. Nun ging der Bischof Nikolaus selbst zu den Seeleuten und bat um das Korn. Er sagte: "Helft doch den armen Menschen". "Wenn ihr uns ein paar Säcke Korn abgebt braucht ihr keine Angst zu haben, denn bei Eurer Ankunft wird kein einziges Korn fehlen". Weil der Bischof so überzeugend mit ihnen sprach, glaubten sie ihm schließlich. Sie schleppten viele Kornsäcke vom Schiff herunter und schenkten sie den Leuten. Der Bischof sorgte dafür das das Mehl gemahlen wurde, das Brot gebacken werden konnte und jeder seinen gerechten Anteil erhielt. Alle aßen und wurden satt. Als die Seeleute bei dem Eigentümer des Schiffes ankamen, stellten sie fest, dass nicht ein einziges Korn aus ihrer Ladung fehlte. Bischof Nikolaus hatte sie nicht belogen.
Die drei Säcke
Einmal half der Bischof Nikolaus einem armen Mann und seinen Kindern. Der Mann war so krank, dass er nicht arbeiten konnte und seine Frau war gestorben. Die Familie hatte nichts zum Essen und auch nichts zum Anziehen. Doch eines morgens stand ein großer Sack vor der Tür. Als die Kinder den Sack öffneten fanden sie Mehl und Brot darin, nun brauchten sie nicht mehr zu hungern. Am nächsten Morgen stand wieder ein Sack vor der Tür. Als die Kinder den Sack öffneten fanden sie viele Kleidungsstücke darin. Der Mann vermutete, dass ihnen der Nikolaus geholfen hat. Am Abend wollten sie gut aufpassen, ob er noch mal zu ihnen kam. Dann wollten sie sich bei ihm für alles bedanken. Sie warteten so lange bis ihnen die Augen zu fielen. Der Vater versuchte wach zu bleiben, aber auch er wurde immer müder. Plötzlich hörte er ein Geräusch vor der Tür, er sprang auf und lief hinaus. Er sah gerade noch einen Mann davon gehen. Der kranke Mann lief ihm so schnell er konnte nach, so dass er ihn noch erreichte. Er erkannte den Bischof Nikolaus und dankte ihm von ganzem Herzen. Doch der Bischof sagte nur freundlich: "Es ist schon gut, geh schnell wieder nach Hause, denn hier draußen ist es kalt", dann ging er schnell weiter. Als der Mann zurück kam stand wieder ein Sack vor der Tür. Der Mann weckte seine Kinder und sie öffneten den Sack. In ihm fanden sie Schuhe, so dass sie nicht mehr Barfuß laufen mussten. Als sie die Schuhe anziehen wollten merkten sie, dass in den Schuhen auch noch Spielzeuge steckten. Sie hatten noch nie Spielzeug geschenkt bekommen, deshalb freuten sie sich sehr. (von Heike Boden)
Wenn ihr dem Nikolaus schreiben möchtet, dann könnt ihr es zu folgenden Adressen schicken:
49681 Nikolausdorf in Garrel oder an
66351 Nikolauspostamt
Oder schaut doch mal in Internet nach:
www.nikolausdorf.de
www.nikolauspostamt.de


