Beim Walking-Bus laufen ca. 20 Kinder mit einigen Erwachsenen auf dem Gehweg zur Schule.

"Kleine Klimaschützer unterwegs – gemeinsam für die Eine Welt"

Vom 12. bis 16. April 2010 fand zum dritten Mal an der Marienschule die Aktionswoche "Kleine Klimaschützer unterwegs – gemeinsam für die Eine Welt" statt.
Das Klimabündnis ist das größte kommunale Klimaschutz-Netzwerk in Europa, das sich zum Schutze des Weltklimas einsetzt. Es hat die Kindermeilen-Kampagne 2002 gemeinsam mit dem VCD-Verkehrsclub Deutschland entwickelt.

Kinder stehen auf dem Schulhof um einen Tisch, an dem einige Eltern "Grüne-Meilen-Sticker" verteilen.

Ziel der Kampagne ist es, Kinder zu befähigen, ihre Alltagswege selbständig und umweltschonend zurückzulegen, Regionalität zu begreifen und Energiesparpotenziale zu erkennen.
Durch die spielerische Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima, Verkehr, Regionalität und Energiesparen sollen die Grundschulkinder (und deren Eltern) ihr Bewusstsein für eine klima- und umweltschonendere Mobilität und Lebensweise steigern.

Kinder stehen auf dem Schulhof um einen Tisch, an dem einige Eltern "Grüne-Meilen-Sticker" verteilen.

Hier lernen die Kinder z.B. warum heimische Streuobstwiesen auch beim Klimaschutz helfen und was Wasserkocher und Energiesparlampen mit Energiesparen zu tun haben.

Für jeden autofreien Schulweg erhalten die Kinder eine "Grüne Meile", sie entspricht einem Kilometer auf der symbolischen Reise um die Welt, auf der die Klimasituation der Erde genauer unter die Lupe genommen wird.

Neben dem autofreien Schulweg wurden die Kinder für das Essen regionaler Lebensmittel und zum "Energiesparen" angeregt.

Neben dem langen Frühstückbuffet stehen und sitzen die Akteure, die das Frühstück zubereitet haben.
Das gesunde Frühstücksbuffet mit seinen Sponsoren Sabine Kircherz von der Fleischerei Schäfermeier, Salvador Hoyos, Marktmanager des Jibimarktes in Marienfeld, Ulla Jakubowski von der Bäckerei Rugge und den fleißigen Eltern, die beim Zubereiten geholfen haben.
Eine Bäckereifachverkäuferin erklärt Kindern die verschieden Kornsorten, die auf einer Tischtennisplatte in drei Schalen stehen.

Aus diesem Anlass richtete der Jibimarkt aus Marienfeld mit Unterstützung der Fleischerei Schäfermeier und der Bäckerei Rugge ein Frühstück für die ganze Schule aus.
Es wurde ein riesiges Buffet mit regionalen Lebensmitteln auf dem Schulhof errichtet, welches die Kinder in der großen Pause erstürmten und begeistert aßen.
Neben etlichen Kilos Äpfeln, Möhren und Tomaten wurde auch das Vollkornbrot mit Käse oder Wurst mit sichtlichem Appetit "verputzt". 

"Und keiner fragte nach Weißbrot mit Nutella", grinste Schulpflegschaftsvorsitzende Agnes Carstens. "Nochmals ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren, ohne die wir so etwas Tolles nicht hätten umsetzen können."

Zwei Männer schauen sich an.
Rektor Burkhard Kirchner bedankt sich bei Salvador Hoyos.
Kinder bedienen sich am Frühstückbuffet.
Die Schülerinnen und Schüler sind total begeistert.
Kinder bedienen sich am Frühstückbuffet.
Ein gelbes Zelt und ein roter Bulli stehen auf dem Schulhof.

Das Eine-Welt-Mobil

Als zweites Highlight besuchte am Donnerstag das Eine-Welt-Mobil die Marienschule. Indra Bünz, Bildungsreferentin des Eine-Welt-Netzes, informierte, mit Unterstützung der Studentin Jennifer Metzen, altersgerecht über Ursachen und Folgen des Klimawandels.
Die dritten und vierten Klassen hatten je eine Stunde Zeit um die Zusammenhänge des Klimawandels zu erforschen.

  • Kinder sitzen am Tisch und malen Bilder.
  • Kinder und eine Leherin spielen das Labyrinthspiel.
Schüler sitzen unter einem gelben Zeltdach um einen gläsernen Tresor herum.

So konnten die Kinder in einem Experiment erleben was es bedeutet, wenn durch die Erderwärmung der Meeresspiegel steigt. Bei den Spielen Umwelt-Memory, das Labyrinth und "Knack den Tresor" wurden viele Fragen zum Klimaschutz besprochen, immer mit dem Hintergedanken, wie kann jeder einzelne von uns zum Klimaschutz beitragen. Denn Klimaschutz geht uns alle an – weltweit.

Selbstverständlich wurden die verschiedensten Themen auch in Unterricht behandelt.

Vor einem roten Bulli stehen zwei Frauen.
Das Eine-Welt-Mobil vom Eine-Welt-Netz NRW besuchte für einen Tag die Marienschule.
Ein Polizist begleitet den Walking-Bus.

Der Tausendfüßler

Der Polizist Ludger Haase begleitete an zwei Tagen den Tausendfüßler.
Der Tausendfüßler ist ein Walking-Bus, der seit 2 ½ Jahren auf zwei Strecken morgens die Schüler zu Fuß zur Schule begleitet. In der Aktionswoche hatte der Tausendfüßler so viele Füße wie noch nie, selbst die Lehrer/innen ließen es sich nicht nehmen und liefen begeistert mit.

Lehrerinnen begleiten den Walking-Bus. Beim Walking-Bus laufen ca. 30 Kinder mit einigen Erwachsenen auf dem Gehweg zur Schule.
Unser Tausendfüßler in Begleitung einiger Lehrerinnen.

Rektor Burkhard Kirchner belohnte alle Radfahrer, die einen Helm trugen,
mit einer süßen Kleinigkeit.

Der Rektor steht hinter drei Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule gekommen sind.

Weiterhin verkleideten sich Kinder als Polizisten und zeigten den Eltern, die mit dem Auto zur Schule kamen die "rote Kelle", wenn sie am Straßenrand hielten und nicht in die Busspur fuhren.

  • Zwei Kinder, die eine Polizeiuniform tragen, halten eine kleine Polizeikelle in die Höhe.
  • Eine Mutter mit ihrer Tochter tragen eine gelbe Warnweste. Das Kind hält eine kleine Kelle in der Hand.
  • Zwei Erwachsene stehen mit drei Kindern am Straßenrand.
  • Herr Kirchner wird auf dem Weg zur Schule von drei Kinderpolizisten empfangen, die auf dem Gehsteig stehen.
  • Ein Vater steht mit seiner Tochter vor der Schule. Das Mädchen trägt eine Polizeiuniform und hält eine Kelle in der Hand.
  • Eine Mutter mit ihrer Tochter sind von hinten zu sehen, wie sie einem Autofahrer die Kelle zeigen.
Ein Junge pflanzt voller Stolz einen Baum im Garten seiner Eltern.

Die Schulpflegschaft hatte die Aktionswoche um eine Idee erweitert: Neben den Grünen Meilen konnten die Grundschüler Punkte sammeln: Für Referate zum Thema Klimaschutz, gemalten Bildern (einige können am Ende des Berichtes bewundert werden) und für gepflanzte Bäume.
Andrea Wiedenlübbert, 2. Schulpflegschafts-vorsitzende, meinte am Anfang der Woche: "Wenn jeder Schüler einen Baum pflanzt, dann haben wir doch einen super tollen Beitrag zum Klimaschutz geleistet." Aber 215 Bäume kamen nicht zusammen – sondern die unglaubliche Zahl von 1545 Bäumen.
215 Schüler im Alter von 6 bis 10 Jahren schafften es, Eltern, Großeltern und Nachbarn zu motivieren 1545 Bäume zu pflanzen!!!
Als Vorlage dieser Idee diente der zwölfjährige Felix Finkbeiner, der mit der Aktion "Stop talking start planting" (auf deutsch: "Hört auf zu reden, pflanzt Bäume") mittlerweile über 50 Millionen Bäume in 56 Ländern gepflanzt hat bzw. dazu motiviert hat.

Ein Junge begießt einen neu gepflanzten Baum.

Die Grundschüler konnten täglich ihre Punkte auf einer Übersichtstafel in der Pausenhalle bestaunen. Diesen Klassenwettkampf gewann die Klasse 4b, die mit einigen "Hof-Kindern" einen ganz klaren Vorteil hatte. Bei der Abschlussveranstaltung machte Rektor Burkhard Kirchner deutlich: "Wir alle sind Gewinner!" Womit nicht nur das überwältigende Ergebnis gemeint war, sondern auch der Beitrag, unsere Umwelt zu erhalten.

12 Frauen stehen hinter einem Tisch, auf dem grüne Taschen liegen.

Als Dankeschön für ihr Engagement hatte die Schulpflegschaft für jede Klasse eine grüne Tasche gepackt und wunderschöne, große Medaillen gebastelt. Sie enthielt je zwei Bücher für die Klassenbibliothek und für jedes Kind vier Tüten Blumen-, Gewürz- oder Gemüsesamen. Ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren: Bruno Nebelung – Kiepenkerl, Flora Frey GmbH - Sperli, Karl Creischer Samen-Großhandel und der Sparkasse Marienfeld.

Burkhard Kirchner steht mit einem Mikrofon in der Hand auf dem Schulhof und ist umringt von unzähligen Kinder.

"In diesem Jahr sammelten die Marienschüler stolze 4655 Grüne Meilen," verkündete Rektor Burkhard Kirchner auf der Abschlussveranstaltung.

Ca. 50 Kinder stehen in einem Halbkreis auf dem Schulhof.

Die Gesamtzahl der diesjährigen gesammelten Grünen Meilen wird am Jahresende den Teilnehmern der 16. UN-Klimakonferenz (29.11. bis 10.12.10) in Mexiko-Stadt übergeben, um den "Großen" zu zeigen, dass "die Kleinen" bereits handeln – und nicht nur verhandeln.

Ein großes Dankeschön an alle fleißigen Eltern, die die Umsetzung dieser Aktionswoche erst möglich gemacht haben!

 

Vier Mädchen sitzen im Steingarten des Schulhofes und malen Bilder.

Viele Schüler nutzten selbst die Pausen um Bilder zum Thema "Klimaschutz" zu malen.  

Es entstanden viele tolle Kunstwerke.

  • Auf diesem selbstgemalten Bild ist ein Eisbär mit seinem Jungen zu sehen.
  • Auf diesem selbstgemalten Bild sind Kinder zu sehen, die Samen pflanzen. Außerdem sind ein Baum, eine Sonne und Regenwolken zu sehen.
  • Ein Kind hat aufgeschrieben, wie man das Klima schützen kann.
  • Auf diesem Bild ist eine Kollage über Eisbären zu sehen.
Auf diesem selbstgemalten Bild ist ein Verbotsschild für Autos zu sehen.
  • Auf diesem selbstgemalten Bild ist ein Haus mit Solarzellen zu sehen.
  • Auf diesem selbstgemalten Bild ist ein Acker zu sehen, wo gepflanzt wird.
  • Auf diesem selbstgemalten Bild bringt ein Kind Altpapier zur Altpapiertonne.
  • Auf diesem selbstgemalten Bild ist ein Verbotsschild für Autos und ein erfundenes grünes Verkehrsschild (ein Erlaubnisschild) für Fahrräder zu sehen.

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