Deeskalations-AG

Seit August 2008 gibt es an der Marienschule Deeskalations AG's. Unter Anleitung einer ausgebildeten Deeskalationstrainerin wird diese gemeinsam mit der jeweiligen Klassenlehrerin und mehreren Eltern durchgeführt. Es geht dabei um die Themen Gewaltprävention und soziales Lernen.

Das Projekt „Eltern AG“ wurde von Mitgliedern der Gewalt Akademie Villigst entwickelt. Durch handlungs-, bewegungs- und verhaltensorientierte Spiele und Übungen wird versuchet, den Kindern zu vermitteln, was auf Dauer Sinn macht, Wert hat, als Regel taugt und daher für alle gelten kann und soll.

Die Eltern AG hat folgende Ziele:

  • die sozialen Kompetenzen der Kinder gezielt fördern,
  • emotionale, sprachliche und körperliche Fähigkeiten der Kinder erweitern,
  • ihr Selbstbewusstsein stärken,
  • ein Wir-Gefühl in der Klasse entwickeln,
  • verbale und nonverbale gewalthaltige Situationen abbauen,
  • viel Spaß haben.

Für den Lernprozess „Soziales Lernen“ gibt es handlungsorientierte Bausteine. Dies sind Schwerpunktthemen, die über mehrere Wochen im Hauptteil bearbeitet werden. Diese Bausteine sind:

1. Kennen lernen
Die Klasse lernt sich kennen, baut Vertrauen auf und bestehende Unsicherheiten ab. Die Kinder entwickeln Spielregeln im Umgang miteinander.

2. Selbst- und Fremdwahrnehmung
Hier geht es um das Ausprobieren eigener körperlichen und geistiger Fähigkeiten. Außerdem geht es um die Erfahrung, dass meine Handlungsfreiheit dort endet, wo die Würde und die Grenze des Mitmenschen beginnt.

3. Kooperation
Ein wichtiges Ziel des sozialen Lernens ist es, erfolgreich gemeinsame Aufgaben zu lösen. Die Kinder erleben, dass wir als Menschen nur gemeinsam bestimmte Situationen meistern können.

4. Konfliktfähigkeit
Die Kinder lernen Konflikte auszuhalten und konstruktiv zu lösen.

5. Selbstbehauptung
Die Kinder lernen ihren Standpunkt klar zu vertreten, oder ihre Mitmenschen dabei zu verletzen.

Die Teilnehmer treffen sich einmal pro Woche und geben eine Unterrichtsstunde in der Turnhalle. Jede Stunde ist nach dem gleichen Muster aufgebaut:

1. Begrüßung
Wir setzen uns in einen Kreis und begrüßen die Kinder. Dann werden unsere gelben T-Shirts angezogen, die jedes Kind mit seinem Vornamen beschriftet hat. Oftmals wiederholen wir unseren Zauberspruch „Ich – Du – Wir – halt, ohne Gewalt“. Dann singen wir unser Lied „Komm wir wollen Freunde sein“.

2. Warming up
Wir spielen mit den Kindern ein Aufwärmspiel. Dies dient der leichten und fröhlichen Kontaktaufnahme in der Klasse.

3. Hauptteil
Der Hauptteil bildet den thematischen Schwerpunkt der Stunde und ist zielorientiert, d.h. mit dieser Übung sollen bestimmte Erfahrungen innerhalb eines Bausteines trainiert werden. Wichtig ist, dass die Übungen reflektiert werden. Darum findet mit den Kindern eine Gesprächsrunde statt, in der die Kinder über ihre Erfahrungen berichten.

4. Cooling down
Dies dient dem leichten und fröhlichen Ausklang der Stunde.

Danach setzen sich die Erwachsenen zusammen und reflektieren die Unterrichtsstunde. Weiterhin planen sie die nächste Stunde, wobei sie sich an den eben beschriebenen Bausteinen orientieren.

Teilnahme an der Eltern-AG

Haben Sie Interesse, Zeit und Lust sich einmal wöchentlich für zwei Unterrichtsstunden in der Eltern-AG "Soziales Lernen" zu engagieren?
Dann können Sie sich über unser Sekretariat anmelden. Gerne können Sie auch erst einmal bei einer oder mehrerer Stunden "reinschnuppern". 
Im Schuljahr 2010/2011 findet die Eltern-AG der Klasse 2a immer montags in der dritten Stunde statt und die Eltern-AG der Klasse 2b trifft sich immer dienstags in der zweiten Stunde in der großen Turnhalle
Fühlen Sie sich angesprochen und verspüren Lust mitzumachen, dann sind Sie jederzeit herzlich willkommen!

Fotos vom "Sozialen Lernen" in der Klasse 3a, Schuljahr 2009/2010

Bei dem Spiel "Krankentransport" handelt es sich um ein Fangspiel. Ein oder zwei Kinder werden zu "Bazillen". Sie laufen durch die Halle und "infizieren", durch ein leichtes Berühren, ihre Mitschüler. Diese legen sich daraufhin auf den Hallenboden und müssen auf Hilfe warten. Geholfen werden kann ihnen nur, wenn sich vier Mitschüler finden, die sie gemeinsam zum "Krankenhaus" (einem Weichboden) tragen. Sobald sie dort behutsam abgelegt worden sind, dürfen sie wieder mitspielen, d. h. sich möglichst nicht vom "Bazillus" fangen zu lassen.
Bei diesem Spiel steht die Fremdwahrnehmung im Vordergrund. Außerdem üben die Kinder die Wertschätzung ihrer Klassenkameraden.

Die Spielleiterin malt einem Jungen, der schon ein grünes Käppi trägt, grüne Punkte ins Gesicht.
Ein Schüler wird von der Spielleiterin A. Wiedenlübbert mit grünen Punkten im Gesicht zu einem Bazillius verwandelt.
Vier Kinder tragen einen Jungen an Händen und Füßen durch die Turnhalle.
Vier Kinder tragen ihren Mitschüler behutsam ins "Krankenhaus", da er vom "Bazillus" infiziert wurde.
Vier Schüler tragen eine Mitschülerin an Händen und Füßen durch die Turnhalle.
Der "Bazillus" hat die nächste Schülerin erwischt. Aber auch da sind sofort vier Mitschüler zur Stelle und retten sie.
Das rettende Krankenhaus ist eine Weichbodenmatte, wo alle "infizierten" Mitschüler rasche Genesung finden.

Das "Soziale Lernen" in der Klasse 3b im Schuljahr 2009/2010

Die Klasse 3b im Schuljahr 2009/10 mit ihrem Klassenlehrer Herr Kirchner, der Deeskalationstrainerin Heike Schlingplässer-Dotzki und den mitmachenden Eltern C. Karwinkel, B. Walkenfort, P. Westmeyer, S. Himmerich und S. Stricker.

Das "Soziale Lernen" in der Klasse 2c im Schuljahr 2008/2009

Die Klasse 2c im Schuljahr 2008/09 mit ihren Klassenlehrern Frau Menzel und Herrn Kruck, der Deeskalationstrainerin Heike Schlingplässer-Dotzki und den mitmachenden Eltern A. Wiedenlübbert, A. Carstens, P. Westmeyer, L. von Keudell, K. Hockmann, S. Stricker und A. Hartmann.

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